jika rakyat pergi ketika penguasa pidato kita harus hati-hati barangkali mereka putus asa
kalau rakyat sembunyi dan berbisik-bisik ketika membicarakan masalahnya sendiri penguasa harus waspada dan belajar mendengar
bila rakyat tidak berani mengeluh itu artinya sudah gawat dan bila omongan penguasa tidak boleh dibantah kebenaran pasti terancam
apabila usul ditolak tanpa ditimbang suara dibungkam kritik dilarang tanpa alasan dituduh subversif dan mengganggu keamanan maka hanya ada satu kata: lawan!
Der Kurzgeschichtenband Bukan Perawan Maria wurde von dem renommierten indonesischen Dichter und Publizisten Gunawan Mohamad herausgegeben. Die Sammlung von 18 satirischen Geschichten fand nicht nur in Indonesien, sondern auch international große Beachtung und wurde unter anderem von der Deutschen Welle und der BBC besprochen. 2018 erschien das Buch in der englischen Version, im darauf folgenden Jahr in der Übersetzung ins Italienische.
Feby Indiranis Erzählungen sind unkompliziert, beißend, witzig und humorvoll, nicht aufdringlich und nicht provokativ nur um der Provokation willen. Vielmehr veranlassen ihre Geschichten den Leser immer wieder, über sich selbst zu lachen. Mit Phantasie, Witz und viel Verständnis für Fragen des Glaubens lädt Feby uns ein, den Islam neu zu interpretieren. Ihre Dschinns und Engel zeigen uns die magischen Seiten, die Mythen und Märchen des Islam. Diesen Stil bezeichnet Feby Indirani selbst als Magischen Islamismus.
Feby Indirani: Bukan Perawan Maria. Pabrikultur 2017.
Die Sammlung von Kurzgeschichten von Faisal Oddang erschien 2019 in indonesischer Sprache. Die Geschichten spielen oft vor dem kulturellen Hintergrund der in Süd-Sulawesi beheimateten Bugis-Ethnie und mischen historische Fakten mit mystischen Geschehnissen, die in den lokalen Geschichten überliefert sind.
Das Buch ist nicht in deutscher Sprache erhältlich. Eine der Kurzgeschichten hat Gudrun Ingratubun für uns übersetzt und kann mit freundlicher Genehmigung des Autors hier veröffentlicht werden.
Faisal Oddang: Sawerigading Datang dari Laut. DIVA Press, Januar 2019.
Im Herbst 2017 lebte Triyanto Triwikromo drei Monate als Stipendiat des indonesischen Nationalen Buchkomitees in Berlin, um hier und in Prag für seinen Roman Metamorkafka zu recherchieren. Die Geschichte spielt im letzten Lebensjahr Franz Kafkas in Berlin, wo er sich mit seiner Geliebten Dora Diamant niedergelassen hatte.
In seinem Roman vermag es Triyanto Triwikromo, der Geschichte eine kafkaeske Wendung zu geben, als der in Salatiga, Indonesien geborene Kafka sich in ein Rind verwandelt und seiner eigenen Romanfigur Gregor Samsa begegnet. Triyanto Triwikromo, der in vielen seiner fiktionalen Schriften eine große Nähe zu Kafka zeigt, verbindet in diesem Roman die Romanze zwischen Kafka und Dora Diamant geschickt und mit Humor mit der javanischen Philosophie. Besonderen Bezug nimmt er auf Kafkas Roman „Die Verwandlung“, über den er sagt: „Wäre Kafka in Java geboren worden, hätte er das gleiche Buch geschrieben, denn in Java ist das Leben, das Kafka beschrieb, ganz normal. Im javanischen Realismus wird das Sichtbare und das Unsichtbare ohne Unterscheidung miteinander vermischt. Das Satanische und das Göttliche sind im Körper eines Javaners lediglich Attribute, die Seite an Seite gehen und nicht in Frage gestellt werden können“ (dw.com).
Der Roman sollte ursprünglich Anfang 2019 erscheinen, ist aber bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes (Oktober 2020) noch nicht publiziert.
Das epische Drama, das während des Zweiten Weltkriegs in Asien spielt, erzählt die Geschichte des japanischen Offiziers Okura, des indonesischen Nationalisten Hidayat und der deutsch-schweizerischen Humanistin Elisabeth. Alisjahbana gelingt es, die große Geschichte im Kleinen und die kleinen Geschichten im Großen widerzuspiegeln. Es geht um Krieg und Frieden, um Liebe und Tod, um den Kampf für die Unabhängigkeit Indonesiens gegen Japan und die frühere Kolonialmacht Niederlande. Es entsteht ein Bild der indonesischen Gesellschaft während des Zweiten Weltkriegs, in dem neben antijapanischen Rebellen, neben traditionellen Muslimen und anderen eher nach Westen hin orientierten Indonesiern auch die Hüter altjavanischer Traditionen und Mythen ihre Rolle spielen. Annäherung und Entfremdung zwischen europäischer, japanischer und javanischer Kultur sind das Thema. Ein Ringen um Menschenrechte, Demokratie und Freiheit. Ein Buch, wie es in seiner Grundaussage in der heutigen Zeit kaum moderner sein könnte.
Die Figuren in den Geschichten dieses Buches sind untrennbar verbunden mit ihrer Umwelt und den sie prägenden kulturellen Normen der urbanen Mittelschicht. Das Buch erschien 2015 in deutsch, englisch und indonesisch.
Yusi Avianto Pareanom: Grave Sin #14 And Other Stories. English translations by Pamela Allen German translations by Jan Budweg, Nele Quincke, Susanne Ongkowidjaja. Jakarta, 2015
Der Roman mit dem Titel „Raden Mandasia, der Rindfleischdieb“ wurde im März 2016 bei Banana Publisher in Jakarta veröffentlicht. Für das Buch erhielt Yusi Avianto Pareanom im selben Jahr den Kusala Sastra Khatulistiwa Award in der Kategorie Prosa.
Yusi Avianto Pareanom: Raden Mandasia Si Pencuri Daging. Banana Publisher, Jakarta, 2016